Genre Definitionen

Die Beschreibungen stehen so im Internet!

 

Ich finde die einzelnen Genre´s manchmal verwirrend und vor allem "Wo ist die Grenze (schnell, langsam) - es gibt inzwischen so viele verschiedenen Genre´s, in einer Zeitschrift stand einmal "Viele Bands haben bereits ihren eigenen "Genre" und legen darauf auch Wert.

 

 

 


 

41 Metal Genres by Extremlity

 

 


 

A.O.R.

 

Als Adult Oriented Rock (AOR) bezeichnen Rockmusik-Journalisten heute ein Subgenre der Rockmusik, für das bisher Begriffe wie Mainstream Rock, Stadion Rock, Arena Rock oder Melodic Rock verwendet wurden.

Mit der Entwicklung verschiedener Musikstile im Rockbereich, die anfangs umstritten oder verpönt waren, sich jedoch später der Popularität bei einer breiten Masse erfreuten und sogar durchsetzten, wurde eine fachjournalistische Bezeichnung für den kommerziellen Musikstil melodischer Hardrockbands, die auch den musikalischen Ansprüchen Erwachsener gerecht werden konnten, immer wichtiger.

 

 


 

Power Metal:

Europäischer Power Metal

Der europäische Power Metal zeichnet sich durch relativ hohes Tempo, eingängige Melodien und eine hohe Stimmlage bis hin zum Falsett aus. Die Musik legt häufig eine Emphase auf Melodien, die oft durch den Einsatz von Keyboards unterstützt werden; einige Bands verwenden auch orchestrale Arrangements, in diesem Fall spricht man von Symphonic Power Metal oder Epic Metal (siehe unten). Die Stimmung der Musik ist, im Gegensatz zu vielen anderen Metal-Stilrichtungen, positiv, Kritiker werfen dem Power Metal oftmals vor, seine oft fantasy-inspirierten Texte seien zu fröhlich, und verwenden für das Genre auch abwertende Bezeichnungen wie Happy Metal oder Flower Metal beziehungsweise Flowercore. Balladen sind häufig anzutreffen, entweder ruhig und (fast) ohne Schlagzeug oder als bombastische „Power-Balladen“. Beliebte Themen sind Fantasy, epische Schlachten (wie auch im True Metal, zu dem es bei einigen Bands Überschneidungen gibt) sowie (geistige) Freiheit und Selbstverwirklichung.

Großer Vorreiter des Genres war die deutsche Band Helloween mit ihren Alben Keeper of the Seven Keys Part 1 (1987) und Part 2 (1988). Ebenfalls zu den Bands der ersten Stunde gehören Blind Guardian, Gamma Ray sowie Stratovarius aus Finnland, das neben Deutschland eine der Hochburgen des Power Metal darstellt. Diese Bands zeigten zu Anfang noch deutliche Speed-Metal-Einflüsse, bevor sich der melodiösere und weniger thrash-lastige Power-Metal-Klang entwickelte.

1993 wurde für dieses Untergenre der Begriff Power Metal durch die Power Of Metal-Tour von Gamma Ray, Rage, Conception und Helicon in Europa eingeführt.

1997 popularisierte die schwedische Band Hammerfall das Genre mit ihrem Debütalbum Glory to the Brave. Erst ab dieser Zeit wurde die Verwendung des Begriffs populär. Dazu stießen Bands wie Edguy und Sonata Arctica, die ihrerseits unter dem Einfluss von Helloween bzw. Stratovarius standen. Rhapsody of Fire (ehemals Rhapsody) und Nightwish etablierten den symphonischen Power Metal. Viele neue Bands gründeten sich in dieser Zeit kurz vor und um die Jahrtausendwende.

 


 

GOTHIC

 

Die Herkunft der Bezeichnung Gothic in Bezug auf ein Genre aus dem Post-Punk-Umfeld ist nicht sicher geklärt. Unterschiedlichen Quellen zufolge soll sie auf Martin Hannett zurückgehen, der das von ihm produzierte Album Unknown Pleasures der Gruppe Joy Division in der Mitte des Jahres 1979 als „Tanzmusik mit unterschwelligen Gothic-Elementen“ beschrieb.[6] Im September gleichen Jahres war Tony Wilson, Chef von Factory Records, mit Joy Division in der BBC-Sendung Something Else zu Gast und bezeichnete die Musik der Band als „gothic“.[6] Etwa zur gleichen Zeit nutzte Steven Severin, Bassist der Gruppe Siouxsie and the Banshees, die Bezeichnung „gothic“, um die Musik des zweiten Siouxsie-and-the-Banshees-Albums Join Hands zu umschreiben. Schon im November 1979 wurde „Gothic“ als neue Genrebezeichnung von der Musikzeitschrift Sounds kritisiert:

„Der Ausdruck »Gothic« ist eine reichlich überstrapazierte Bezeichnung des Genres, aber der Effekt der Musik von Joy Division ist derselbe wie der […] der Banshees.“

Penny Kiley, Britischer Musikjournalist[6]

Genau ein Jahr später, im November 1980, trat „Gothic“ als Genre-Etikett erneut in Erscheinung, dieses Mal in einer Rezension zum Album In the Flat Field von Bauhaus.[6] Drei Monate danach erschien in einer Februar-Ausgabe des Sounds der Artikel The Face of Punk Gothique[7], der sich mit der Gruppe UK Decay und mit der wachsenden Gothic-Rock-Bewegung auseinandersetzt. Laut Abbo, Sänger der Band UK Decay, war „Gothic“ in London der frühen 1980er ein Insiderbegriff einer kleinen Szene rund um die Bands UK Decay, The Southern Death Cult, Gloria Mundi, Sex Gang Children und Bauhaus.

Daneben fand die Bezeichnung „Positive Punk“ Verwendung. Ursprünglich durch den Journalisten Richard North (alias Richard Cabut) geprägt, taucht diese erstmals 1983 in einer Februar-Ausgabe der britischen Musikzeitschrift New Musical Express auf[8] und wurde bis in die Mitte der 1980er als Synonym für den frühen Gothic Rock genutzt.

Etablierung

Bis in die Mitte der 1980er Jahre blieb Gothic eine Bezeichnung, die hauptsächlich in Großbritannien sporadisch zum Einsatz kam. Obgleich sie schon zu dieser Zeit auch in anderen Gebieten, wie beispielsweise Deutschland, bekannt war und in der Fachpresse Erwähnung findet[9], wurden Bands wie Joy Division oder Siouxsie and the Banshees in Europa und Nordamerika primär unter den Bezeichnungen New Wave und Post-Punk vermarktet. Erst Ende der 1980er Jahre, und mit Veröffentlichung des Buches Gothic Rock Black Book (1988) von Mick Mercer, etablierte sich Gothic weltweit als Genrebezeichnung. Zeitweilig war im europäischen Raum die Bezeichnung „Gothic Wave“[10][11][12] im Umlauf, um das Genre von anderen (Dark-)Wave-Formen (bspw. Electro Wave) abzugrenzen.

Stilistische Merkmale

Der Gothic Rock ist durch sein Bass- und Gitarrenspiel und seine – in der Regel mit elektronischen Soundeffekten unterlegte – Klangfarbe gekennzeichnet, zahlreiche Gothic-Rock-Stücke sind psychedelisch geprägt. Typische Effekte sind Flanger, Delay (Verzögerung) oder Reverb (Hall-Effekte), meistens in Zusammenspiel mit warmen Overdrive- oder klaren Gitarrenklängen (so genannte „moody slide guitars“). Dies kann man bei Gruppen wie Bauhaus, Siouxsie and the Banshees, The Cure und den Frühwerken der Cocteau Twins und der Sisters of Mercy hören. Viele der frühen Gothic-Lieder fußen auf der Spielweise des Punk. Sie verwenden jedoch klare Melodiebögen und verzichten dabei auf den permanenten Einsatz ganzer Akkorde.

„Einer der Gründe, weshalb Gothic so herausstach, waren die Gitarristen, die eine Art von Akkorden und Läufen benutzten, die vorher nicht benutzt worden waren.“

Trevor Bamford, Gitarrist der Gothic-Rock-Band Every New Dead Ghost[13]

Gothic Rock ist ein semitonal bedingter Musikstil, das heißt, er lebt vorrangig durch den Einsatz von Halbtönen und wird üblicherweise im Moll (Äolischer oder Phrygischer Modus) gespielt. Aber auch Tonarten in Dur sind präsent. Die Bassgitarren werden zumeist heruntergestimmt, um einen tiefen, dunklen bzw. schweren Klang zu erzeugen und damit den gewünschten Effekt zu erzielen. Im Kontrast hierzu werden häufig mit einer E-Gitarre hohe Töne angeschlagen oder gezupft (so genanntes „picking“). Eine Besonderheit hierbei ist die Verwendung der Bass-Gitarre als ein der E-Gitarre gleichwertiges Musikinstrument. Bei einigen Gothic-Rock-Stücken steht sie auch als führendes Instrument im Vordergrund. Ein weiteres markantes Merkmal ist in diesem Zusammenhang die Anwendung der Slide-Gitarren-Technik, so unter anderem bei Hollow Hills von Bauhaus. Charakteristisch ist zudem der Einsatz einer Rhythm-Box bzw. eines Drumcomputers, wie ihn Bands wie The Sisters of Mercy, The March Violets, Clan of Xymox, Garden of Delight oder Lady Besery’s Garden nutzten.

Seit den 1990er Jahren wurde verstärkt versucht, durch Mehrspuraufnahmen und mithilfe der Overdubbing-Technik einen breiteren und volleren Klang zu erzeugen. Dabei werden die Einzelspuraufnahmen eines Musikinstruments mehrfach übereinandergelegt und teilweise so ineinander geschoben, dass eine Wall of Sound entsteht, wie sie speziell bei der Musik US-amerikanischer Gothic-Rock-Bands wie Mephisto Walz oder Trance to the Sun zur Geltung kommt, aber auch bei britischen Bands wie Vendemmian (u. a. auf deren Album Transition) zu hören war.

Im Gothic Rock sind unterschiedliche Gesangstypen auszumachen. Waren die frühen Gothic-Rock-Bands noch stark durch den schnoddrigen Gesang des Punk Rock geprägt, pendelte der Gesang von Gruppen der Mitt-/End-1980er, wie The Sisters of Mercy und Fields of the Nephilim, zwischen Bassstimme und Untertongesang. Zu Beginn der 1990er standen beide Gesangsvarianten nebeneinander: Bands wie Moonchild und Corpus Delicti pflegten einen am Mezzosopran bzw. am Tenor und Bariton des frühen Gothic angelehnten Stil, während bspw. Love Like Blood und 13 Candles den für End-1980er Gruppen kennzeichnenden, tiefstimmigen Gesangstyp bevorzugten.

Die Standardbesetzung einer Gothic-Rock-Band beschränkt sich zumeist auf Gesang, Gitarre, Bass und Schlagzeug bzw. Drumcomputer. Auf einen zweiten Gitarristen, wie er beispielsweise im Metal zum Einsatz kommt, wird nicht selten verzichtet. Dieser taucht lediglich vereinzelt bei Gruppen der zweiten Generation, wie Fields of the Nephilim, auf, wodurch das Klangbild stark verändert und rock-orientierter wirken kann. Viele Gothic-Lieder befassen sich mit den Gothic Novels (unter anderem Edgar Allan Poe)[14], und späterer Horrorliteratur (H. P. Lovecraft[15][16] vor allem mit dem Cthulhu-Mythos), aber auch philosophischen, politischen, gesellschafts- und medienkritischen Themen.

Obwohl sich bereits in den 1980er Jahren mehrere Varianten des Gothic Rock herausbildeten, fand eine strenge Untergliederung in Subgenres, wie sie unter anderem im Metal oder Punk vorherrscht, nicht statt. Nur vereinzelt wird die Bezeichnung Gothic Punk für jene Bands genutzt, die sich deutlich an den Punk-Wurzeln des Genres orientieren.

 

 

 

 


 

Hard Rock

 

Der Hard Rock oder Hardrock ist eine härter gespielte Stilrichtung der Rockmusik. Umgangssprachlich wird Hard Rock oft fälschlicherweise als Überbegriff für eine Reihe von Stilrichtungen der Rockmusik wie Punk, Grunge, Industrial Rock gebraucht, etwa um diese von radiokompatibleren Spielarten wie etwa dem Pop-Rock abzugrenzen. Fachsprachlich ist der Begriff enger umrissen und bezeichnet einen Musikstil, dessen Wurzeln in verschiedenen Genres wie dem Psychedelic Rock der 1960er-Jahre, dem Bluesrock und dem Rock ’n’ Roll liegen. Beeinflusst wurde die Stilrichtung auch durch die Beatmusik der 1960er Jahre. Ab Ende der 1960er Jahre bis zum Beginn der 1990er Jahre gelangte das Genre zu

 

Geschichte

Die Geschichte des Hard Rock lässt sich grob in drei Phasen unterteilen:

Die erste Phase dauerte etwa von 1968 bis 1975 und wurde von den sechs „Urvätern“ Deep Purple, Led Zeppelin, Uriah Heep, Alice Cooper, Nazareth und Black Sabbath geprägt. Während der düstere Hard Rock von Black Sabbath heute als Geburtsstunde des verwandten Heavy Metals gilt und Deep Purple sowie Uriah Heep durch ihre klassischen Einflüsse erste Ansätze in Richtung Progressive Rock erkennen ließen, werden Led Zeppelin heute als wichtigste Band des bluesbeeinflussten Hard Rocks sowie auch als Urväter des Sleaze Rocks angesehen. Bei den frühen Alben von Nazareth sind ebenso erste prägende Elemente für den sogenannten Sleaze (zu deutsch: „schäbig“ und „heruntergekommen”) der späteren 70er Jahre zu erkennen.

Led Zeppelin hatte auch den größten Einfluss auf Bands der von 1975 bis etwa 1982 dauernden zweiten Phase, zu deren wichtigsten Vertretern etwa AC/DC, die Scorpions, Rush (vgl. Progressive Rock) und Kiss gehörten. Die Musik dieser Phase zeichnet sich durch ihre ungestüme Art und Einfachheit aus. Die Popularität des Hard Rock hatte jedoch in dieser Zeit unter dem Aufschwung der Punkmusik zu leiden. Eine besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang dem Jahr 1980 zu: Im Februar 1980 verstarb der populäre AC/DC-Frontmann Bon Scott, im September desselben Jahres Led Zeppelins Schlagzeuger John Bonham. Dies markierte das Ende einer Ära. Der Zenith der zweiten und einflussreichsten Phase des Hard Rock war überschritten und es oblag einer neuen Generation von Rockmusikern, das Erbe der „alten Meister“ anzutreten und gemäß ihren Ansprüchen und denen des Publikums weiterzuprägen.

Der Beginn der dritten Phase kann am Erscheinen des ersten Van-Halen-Albums im Jahre 1978 festgemacht werden. Dieses Album war den Werken von Aerosmith und Kiss nicht unähnlich, setzte allerdings aufgrund der spektakulären und virtuosen Spieltechnik des Gitarristen Eddie Van Halen durch sein perfektioniertes Fingertapping auf der Leadgitarre neue Akzente. Die folgenden Jahre waren durch eine zunehmende Annäherung des Hard Rock an die Popmusik und ein immer mehr zur Farce werdendes Wettrennen der Bands hinsichtlich Virtuosität, bombastischer Produktion der Platten und Konzerte und des Auftretens der Musiker selbst gekennzeichnet. Trotzdem erreichte die Popularität dieser Musikrichtung in den frühen Achtzigerjahren ihren Höhepunkt.

Anfang der 1990er wurde der Hard Rock durch das Aufkommen des Grunge und des Alternative Rock beeinflusst, aber auch vom Markt verdrängt. Sogar traditionelle, melodische Hard-Rock-Bands wie Winger oder Giant hatten Einbußen bei ihren Plattenverkäufen zu verzeichnen. Als Entwicklung des neuen Jahrtausends kann die Retrowelle um Bands wie Wolfmother, Airbourne, Silvertide und The Answer angeführt werden, die mit ihrem an die Vertreter der ersten und zweiten Phase angelehnten Hard Rock viel Anerkennung erfahren haben.

Musikalische Stilmittel

Hard-Rock-Stücke bauen in der Regel auf einem 4/4-Takt mit Betonung der Backbeats auf und verwenden das althergebrachte Liedschema der Popmusik mit Strophe, Zwischenspiel und Refrain. Viele Stücke des Hard Rock enthalten ein Solo, zumeist ein Gitarrensolo, das üblicherweise anstelle einer weiteren Strophe gespielt wird. Einige Gruppen haben es sich jedoch zum Ziel gesetzt, diese Konvention zu brechen und setzen den Stil teilweise in komplexen Stücken mit zum Teil ausufernden Instrumentalpassagen um. Beispiele dafür sind Led Zeppelins Stairway to Heaven und Deep Purples Child in Time.

Die Solistik der Leadgitarrenarbeit basiert meist auf der Pentatonik (Fünftonleiter) beziehungsweise auf der Bluestonleiter (erweiterte Pentatonik) und umfasst ansonsten, besonders seit dem Erfolg und Einfluss des schwedischen Rockgitarristen Yngwie Malmsteen, sämtliche Möglichkeiten des Skalenspiels aus der klassischen Musik, wie zum Beispiel die Nutzung der Kirchentonleitern (Modi) sowie auch die Anwendung des Skalensystems der harmonischen Molltonleiter.

Verhältnis zum Heavy Metal

In den 1970er-Jahren entstand aus dem härter und tiefer gespielten Hard Rock als neues Musikgenre der Heavy Metal – eine Begriffsbildung, die nachhaltig kontroverse Diskussionen über die Einordnung der existierenden Bands auslöste. So gibt es viele Bands vor allem aus den Anfangsphasen des Hard Rock und des Heavy Metal, die beiden Genres zugerechnet werden, während die später gegründeten Bands der zweiten Phase um AC/DC, Aerosmith und Kiss üblicherweise und nach eigenem Verständnis ausschließlich als Hard Rock bezeichnet werden. Zudem gibt es aber auch später viele Bands, die Stilmittel aus beiden Genres benutzen und daher auch nicht genau dem Hard Rock oder dem Metal zuzuordnen sind. In der dritten Welle des Hard Rocks ab Ende der 1970er fügten einige Bands Einflüsse aus dem Punkrock und dem Glamrock hinzu und begrüdeten damit den Sleaze Rock („schlampiger Rock“, was auf die Punkrockeinflüsse hindeutet) und den Poser Rock oder Glam Metal (vom teilweise aus dem Glamrock übernommenen Auftreten und den meist mit Haarspray hochtoupierten Frisuren) als Unterart des Hard Rock. Diese Stile hatten Mitte/Ende der 1980er-Jahre ihre größten Erfolge und beeinflussten nun wiederum auch ältere und traditionellere Hard-Rock-Bands wie Aerosmith, Van Halen und Deep Purple.

Als erste distinktive Heavy-Metal-Bands können schließlich Judas Priest und Motörhead sowie die Vertreter der New Wave of British Heavy Metal der ausgehenden 1970er Jahre um Iron Maiden und Saxon betrachtet werden, die sich mit ihrer Selbstbezeichnung als Wiederaufnahme der First Wave ausdrücklich von der damals populären Punkmusik abgrenzten. Ihr düsterer und Moll-lastiger Stil entwickelte einen eigenen Charakter und war dabei zunächst besonders von den Black-Sabbath-Frühwerken beeinflusst. In Bezug auf das umfangreiche Spektrum der Metal-Spielarten, das mit Beginn der 1980er Jahre aufkeimen sollte (zunächst Doom, Thrash und Power Metal, später Death, Black, Symphonic, Progressive Metal und weitere), nehmen sie damit eine Vorreiterrolle ein.

Musikalisch betrachtet ist der Hard Rock im Vergleich zum Heavy Metal in der Regel etwas stärker am Mainstream orientiert. Dementsprechend konnten viele seiner Vertreter Charterfolge verbuchen.

 


 

NU-Metal

 

Nu Metal, auch New Metal oder Nü Metal, ist eine Sammelbezeichnung für mehrere Musikstile, die sich aus dem Crossoverboom der frühen 1990er Jahre entwickelten.[1] Der Begriff etablierte sich Mitte der 1990er vornehmlich für Bands, die sich an den Musikstilen Funk Metal, Neo-Thrash und Alternative orientierten.

Definition

Nu Metal umfasst mehrere Spielarten aus den Genren Rock und Metal und begründet sich auf dem im Crossover entstandenen Spannungsfeld zwischen Hardcore Punk, Grunge und Independent, welches bis dahin unter dem Titel Alternative zusammengefasst wurde. Die vom Hip Hop beeinflusste Musik nimmt zwar große Teile des Metals auf, ist dabei jedoch deutlich rhythmusorientierter. Ähnlich wie der Funk Metal verzichteten viele Vertreter des Nu Metal auf den habitualisierten Männlichkeitspathos des Metals und ersetzen diesen durch eine medienwirksamere jugendliche und autoritätskritische Grundhaltung.

Parallel zum Nu Metal entstand die Musikrichtung Nu Rock, die heute eher als Post Grunge bekannt ist. Parallelen in der Entwicklung und Ausprägung der Stile sind unverkennbar und die Grenze zwischen den beiden Stilen ist sehr verschwommen. Dabei orientiert sich der Post Grunge oder Nu Rock mehr am Rock als am Metal.

Vorgeschichte

Nachdem durch die stetige Weiterentwicklung von Rockmusik der Begriff Alternative entstand, um alles zu definieren, was eben ‚anders‘ als der bisher klassische Rock war, spalteten sich davon bereits Mitte der 1990er Jahre weitere Subgenres ab. Parallel dazu näherten sich besonders Thrash-Metal-Bands wie Slayer immer mehr Punk-Strukturen an, so dass vor diesem Hintergrund eine Basis für Metal abseits der üblichen Szene-Konventionen (Lederkleidung, lange Haare, Pathos) entstand, für die lange Zeit kein eigener Begriff jenseits der allumfassenden Titel Crossover oder Alternative existierte. Damit öffnete sich der ‚Markt‘ auch für genrefremde Musikkonsumenten, welche dem Metal neue Einflüsse boten. Besonderes wegweisende Stile für den Nu Metal waren die Crossoverblüten Groove Metal, Jazzcore und Funk Metal. Diese Stile waren alle durch die Kombination unterschiedlicher Musikrichtungen geprägt, beschritten neue musikalische Wege und verkörperten derweil medienwirksame und kommerziell erfolgreiche Pendants zu dem als kommerziell eingefahren und veraltet bezeichnetem Hardrock und Heavy Metal.

Die Interpreten des Groove Metal nahmen bereits viele spielerische Elemente des Nu Metals vorweg. Besonders die verstärkte Betonung auf eingängige Rhythmik, die häufig genutzte Synkope und der Wechsel zwischen gutturalem und sauberem Gesang flossen in den Nu Metal ein. Groove-Metal-Bands wie Machine Head, Prong, Fear Factory, Sepultura und Pantera werden hier als wichtige Einflussfaktoren gesehen.

Die Interpreten der Stile Funk Metal und Jazzcore kombinierten derweil Elemente aus Punkrock und Metal mit Hip Hop, Funk und weiteren für Rockmusik bis dato untypischen Stilen. Besonders die Kombination aus Metal und Hip Hop sowie das oft innovative Bass- und Gitarrenspiel sollte sich dabei auf den Nu Metal auswirken. Der Gitarrist der Band Korn, James Shaffer, bezeichnete z. B. das Debüt der Funk-Metal-Band Faith No More als wichtigsten Einfluss auf den eigenen Stil. Neben dem Funk Metal benannten Korn auch das Werk der Jazzcoregruppe Mr. Bungle als wichtigen Einfluss und das eigenwilliges Spiel von Mr. Bungles Gitarristen Trey Spurance als Blaupause für Korns eigenes Gitarrenspiel. Bereits ab 1992 lieferten Bands wie Rage Against The Machine, Clawfinger und Body Count eine Masse an kommerziell erfolgreichen Alben ab, welche ebenfalls Elemente aus Metal, Rap und Funk mischten.

Als weitere Einflussfaktoren gelten darüber hinaus noch andere vereinzelte Projekte aus den frühen 1990ern wie die Industrial-Rock-Band Nine Inch Nails, die Alternative-Rock-Band Helmet oder die düstere Progressive-Metal-Band Tool. Vornehmlich der Sänger Maynard James Keenan der Band Tool wird ebenso häufig als Inspiration herangezogen wie Mike Patton, der sowohl bei Faith No More als auch bei Mr. Bungle das Mikro besetzte.

Entstehung und Erfolg

Ab 1994 kombinierte eine Welle neuer Bands die Stilelemente aus Jazzcore und Funk Metal mit spielerischen Ideen des Groove Metals und einer aus der großen Grungewelle gelernten jugendlicheren und persönlicheren Attitüde. Die Texte der Songs handelten bei diesen neuen Bands weniger von gesellschaftskritischen als mehr von jugendkompatiblen Themen wie Schule, Missbrauch und Einsamkeit. Diese neuen Bands, die sich sowohl optisch als auch inhaltlich ähnelten, prägten den Begriff Nu Metal.

Diese eigentliche Nu-Metal-Welle, durch die der Stil seine Popularität erlangte und in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangte, wurde von den Bands KoRn, Limp Bizkit und System of a Down losgetreten. Vor allem erstere prägten die Art der Lyrics in erheblichem Maße; die Texte Korns sind oft zutiefst persönlich und drehen sich häufig um Probleme des Heranwachsens.

Somit gilt das Debüt der Band Korn auch als Initialzündung für den Erfolg des Genres und als bedeutende Wegmarke für die spätere Etablierung des Begriffs Nu Metal, der eng mit dem Erfolg der Band Korn verbunden scheint. Weitere Bands wie Coal Chamber, Deftones, System of a Down und besonders Limp Bizkit schlossen an dem Erfolg Korns an und konnten sich ebenfalls etablieren. Nach den ersten Erfolgen erschienen auch weitere Vertreter des Genres wie Linkin Park oder P.O.D., die deutlich eingängigere und poporientierte Strukturen in ihren Klang einfließen ließen und weitere hohe Chartpositionen verbuchten. P.O.D. erreichten 2001 und 2002 mit ihrem Album Satellite hohe Chartplatzierungen in Deutschland und Amerika.

Das Debüt Hybrid Theory der Band Linkin Park erreichte 2000 auf nahezu allen relevanten Musikmärkten die Top Ten: Platz 2 in Amerika, Platz 2 in Deutschland, Platz 4 in Großbritannien, Platz 5 in der Schweiz, 2 in Österreich, Italien und Australien sowie Platz 1 in Neuseeland sowie Top-5-Erfolge in nahezu allen skandinavischen Ländern standen zu Buche. Ihr zweites Studioalbum Meteora platzierte sich 2003 auf fast all diesen Märkten auf der Nummer Eins. Neben diesem Erfolg konnten auch andere neuere Bands kommerzielle Erfolge zu Beginn der 2000er Jahre für sich verbuchen. Neben den bereits bekannten Korn und System of a Down traten so z. B. auch Slipknot und Disturbed ins Rampenlicht. Neben den poporientierten Linkin Park und den Initiatoren KoRn prägten besonders Slipknot das allgemeine Bild und den Inhalt des Nu Metals. Besonders die Vermengung von popkulturellen Schockelementen und jugendlichen Inhalten stilisierte die Band zu einem Sprachorgan der gesamten Nu-Metal-Szene und begründete einen anhaltenden internationalen Erfolg. Während das selbstbetitelte Debüt von 1999 noch keine Top-20-Platzierungen verbuchte, erreichte bereits das Zweitwerk Iowa 2001 durchgehend die Top-20-Charts.

Bis zur Mitte der 2000er Jahre nahm Nu Metal so eine wichtige Rolle im Popzirkus ein und löste fast nahtlos den Grunge als alternative Jugendkultur ab, was einerseits den marktwirtschaftlichen Wert der Musik förderte und vielen bis dahin unbekannten Bands zu Plattenverträgen verhalf, andererseits jedoch auch als Ausverkauf durch die Musikindustrie betitelt wurde. Singleerfolge und Heavy Rotation auf den einschlägig bekannten Musiksendern MTV und VIVA verhalfen dem Genre zur Popularität, trugen durch die langfristige Übersättigung des Marktes jedoch auch zu seinem kommerziellen Niedergang bei.

Kommerzieller Niedergang

Die Band Deftones begann sich bereits auf ihrem Erfolgsalbum White Pony aus dem Jahr 2000 vom Nu-Metal-Sound zu distanzieren. Den eingeschlagenen Weg zu einem progressiveren und düsteren Sound, weg vom populären Nu Metal, verfolgte die Band auch mit den folgenden Veröffentlichungen. Coal Chamber löste sich offiziell im Jahr 2003 auf. Nachdem Linkin Park 2004 mit dem Rapper Jay-Z kooperiert und das Bastard-Pop-Album Collison Course veröffentlicht hatte, dauerte es fast drei Jahre bis zu ihrem dritten Studioalbum, auf welchem sich die Band musikalisch neu orientierte und sich bewusst vom Nu Metal distanzierte. Die Band System of a Down legte, nachdem sie im Jahr 2005 das Album Hypnotize veröffentlicht hatte, eine langjährige Schaffenspause ein. Auch weitere Bands wie Korn, Disturbed oder Slipknot versuchten sich in der zweiten Hälfte der 2000er Jahre neu zu positionieren. Korn wurde düsterer und übernahm immer weitere Elemente der Industrial-Rock-Band Nine Inch Nails, blieb jedoch noch am ehesten dem eigentlichen Nu Metal treu.[48] Nach ihrem Debütalbum The Sickness aus dem Jahr 2000 orientierte sich Disturbed immer weiter am klassischen Metal. Und selbst das Aushängeschild der Szene, Slipknot, näherte sich nach vier Jahren Studiopause mit All Hope Is Gone 2008 eher typischen Metalstrukturen an. Limp Bizkit legte nach dem Album Results May Vary von 2003 eine längere Schaffenspause ein. In der folgenden Zeit erschienen lediglich einige Remixe, Sampler- und Soundtrackbeiträge, welche sich jedoch ebenfalls an gängigeren Songstrukturen orientierten. 2011 kehrte sie allerdings mit dem Album Gold Cobra zum Nu-Metal-Sound zurück. Die Neuorientierung hin zu Metal, Rock oder auch Progressive Rock umfasste somit nahezu die gesamte ursprüngliche Nu-Metal-Szene. Derweil wurde das Label Nu Metal vom kommerziellen Erfolgsgarant zu einem Musikstil unter vielen.

Musik

Die musikalischen Wurzeln des Nu Metals liegen im Metal- und Alternative-Bereich. Die Gitarren stehen eindeutig im Vordergrund, aber auch andere Elemente finden – lediglich als zusätzliche Unterstützung – Verwendung, in Form von gefilterten Hip-Hop-Beats als Rhythmuserweiterung, Synthesizer-Klängen oder verzerrten Stimmen.

Im Nu Metal stehen die Gitarren nicht mehr melodisch im Vordergrund wie in den anderen Metal-Stilrichtungen, sondern übernehmen nahezu ausschließlich eine rhythmisch tragende Rolle. So sind Soli auf dem Instrument eine Seltenheit. Die meist simplen Riffs bestechen vielmehr durch ihre synkopisierte Rhythmik. Es werden häufig tiefe Stimmungen der Instrumente (Drop D) sowie siebensaitige bzw. fünfsaitige Instrumente verwendet, um eine bedrohliche Atmosphäre und einen aggressiven Sound zu erzeugen. Als Kontrast zu den harten Riffs kommen in vielen Songs auch Clean-Passagen, in denen kein Verzerrer eingesetzt wird, oder melodieartige Hooklines zum Einsatz.

Die Linien der E-Bässe hingegen haben an Komplexität zugenommen. Erwähnenswert ist hier die Slaptechnik des Korn-Bassisten Reginald „Fieldy“ Arvizu. Das Schlagzeug ist relativ einfach und groovig angelegt, weist jedoch Einflüsse durch die Breakbeats des Hip Hop auf. Häufig findet sich in einer Nu-Metal-Band auch ein eigener DJ bzw. Synth- oder/und Sampling-Engineer, welche dem Genre eine zeitgenössische Note geben. Der Sänger bzw. Frontmann hat im Nu Metal viele Möglichkeiten. Während manche Bands auf melodische Gesangsbegleitungen setzen, haben andere grölende, rappende, schreiende oder geflüsterte Gesangsmerkmale. Viele Sänger dieses Stils kombinieren mehrere der Optionen miteinander.

Eine weitere Eigenheit der Musik des Nu Metals ist die häufige Dissonanz der Harmonien, die durch die Verwendung des Tritonus entsteht. Nicht selten weisen viele Songs in Anlehnung an den Jazzcore ein recht komplexes Harmonie-Durcheinander auf. Nu-Metal-Bands kümmern sich beim Songwriting wenig um das Regelwerk der klassischen Harmonielehre; ihre Arbeitsweise ist meist rein experimenteller Natur. Trotzdem ergeben sich zuweil recht komplizierte harmonische Gebilde wie zum Beispiel das sogenannte Pitch-Axis-System.

Stilkritik

Nu Metal wird ebenso häufig von konservativen Metalfans und -bands kritisiert wie seine Vorläufer aus den verschiedenen Genreausläufern des Alternative Metal. Sowohl Kommerzialisierung als auch Verwässerung des Metals wurde hierbei dem Nu Metal vorgeworfen. Eine besondere Rolle in dieser Kritik nahm die True-Metal-Band Manowar ein, welche sich durchgehend gegen den Stil aussprach.

Neben diesem Konflikt zwischen wertekonservativem Metal und einer offenen Entwicklungfreiheit des Metals besteht jedoch auch die Annahme, dass Nu Metal keinen neuen Zweig im Metalstammbaum darstellt. So gilt Nu Metal bei Kritikern als bloße Fortsetzung des Alternative Metals mit einer erhöhten Medienaufmerksamkeit.

 


 

 

 

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